Stefanie D.

20 Jahre

Südafrika

Wirtschafts-

ingeneurwesen

10/2015

Naturliebhaberin

Mit annähernd 800.000 Einwohnern zählt Pretoria, die Heimat von Stefanie Damaske, definitiv zu den Metropolen, und es verwundert nicht, dass die Südafrikanerin sich erst an die Größe von Clausthal-Zellerfeld gewöhnen musste. Ansonsten gab es aber keine nennenswerten Überraschungen, denn Stefanie beschäftigte sich bereits seit der 6. Klasse mit dem Gedanken in Deutschland zu studieren. Bevor sie sich für die TU Clausthal entschied, recherchierte sie viel und setzte sich ausführlich mit dem Studienangebot der verschiedenen Unis auseinander.

Das gute Ranking überzeugte

Bei der TU überzeugte sie letztendlich das hervorragende CHE-Ranking und die Tatsache, dass man sich im Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen noch nicht spezialisieren musste. „Ich wollte mir im Grundstudium offen halten, in welche Richtung ich später mal gehe. Erstmal einen Überblick verschaffen und dann tiefer in die Materie einsteigen“, so ihr Motto. Aber auch die „Nähe“ zu Darmstadt, dort studiert ihre Schwester, war ein Argument für die Stadt im Harz. Ein bisschen Familie braucht man eben doch, wenn einen über 13.000 Kilometer von Zuhause trennen. Insgesamt war das Eingewöhnen in die neue Heimat für Stefanie Damaske jedoch nicht sehr schwer.

Mitten im Grünen wohnen und lernen

Die 20-Jährige findet die Gegend hier reizvoll, wie sie selbst sagt. Kaum zu glauben, wenn man doch aus dem landschaftlich so beeindruckenden Südafrika kommt. „Pretoria und die Umgebung dort sind toll, aber ich würde dennoch meinen Freunden gerne mal zeigen, wie ich hier wohne. Wie schnell ich im Grünen bin – so etwas gibt es bei uns tatsächlich nicht“, stellt Stefanie fest. Außerdem mag sie die Beschaulichkeit sowie die familiäre Atmosphäre. Besonders positiv hat sie ebenso die Hilfsbereitschaft unter den Studierenden in Erinnerung. Beim Stichwort Hilfe fällt ihr ein, dass sie kleidungstechnisch zunächst etwas Unterstützung brauchte. „Man musste mir erst erklären, was Winterschuhe sind“, erzählt sie schmunzelnd. Auch das Tempo an deutschen Supermarktkassen überforderte sie anfangs ein wenig. „Bei uns legt immer nur eine Person ihren Einkauf auf das Band. Und am Ende steht jemand, der dir deine Sachen einpackt. Man braucht nur noch zu bezahlen. Hier muss ich alles gleichzeitig machen“, lacht sie.

Verschiedene Aktivitäten ausprobieren – dann entscheiden

Freiwillig viele Dinge parallel zu machen, war Stefanies Strategie zum Beginn ihres Studiums. Sie wollte in viele Freizeitangebote hineinschnuppern und danach erst entscheiden, was ihr am besten gefiel. So spielte sie Cello im Sinfonieorchester der TU, war im Chor, beim Volleyball oder beim Step-Aerobic. Zusätzlich unterstützte sie den „Lazarus-Tisch“, ein Hilfsprojekt des Diakonischen Werks, sowie das Consulting Team e. V., die studentische Unternehmensberatung. Hier ist sie in ihrer Freizeit inzwischen regelmäßig aktiv. Die Arbeit dort macht ihr sehr viel Freude: „Im Consulting Team habe ich die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln und Neues zu lernen. Mich reizen diese „Challenges“, erzählt die 20-Jährige vergnügt. Und so überrascht es nicht, dass sie sich nach dem Studium am liebsten selbstständig machen würde. Welches Konzept ihr da vorschwebt, kann sie noch nicht sagen, aber für solche wichtigen Entscheidungen ist ja auch noch Zeit. In diesem Sinne „Alles Gute“ oder „Glück auf“ – wie man hier in Clausthal sagen würde.

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