Annika

Mülheim an der Ruhr

Umweltverfahrens-

technik & Recycling

Organisationstalent

Auch wenn Annika Budde ihre Heimat liebt, kehrte sie nach dem Abitur dem Ruhrgebiet den Rücken und bewarb sich bewusst etwas weiter weg. Sie wollte ein neues „Revier“ erkunden und eine kleine Uni mit gutem Ruf finden. Clausthal war ihre erste Wahl und die Zusage kam nach wenigen Tagen. Sie interessierte sich schon immer für Naturwissenschaften, sodass sie sich für das Studium Wirtschaftsingenieurwesen entschied. Rückblickend gibt die 25-Jährige offen zu: „Es war schon eine Umstellung jetzt im Grünen und etwas ländlicher zu wohnen. Im Nachhinein finde ich es aber richtig gut. Man ist weniger abgelenkt und kann sich wirklich auf sein Studium konzentrieren“. Aber das ist nicht das Einzige, was Annika an ihrer Uni schätzt.

Sprechstundentermine bekommt man kurzfristig

„Sprechstundentermine bei seinem Dozenten bekommt man wirklich schnell“, berichtet sie. „Ich bin immer ganz überrascht, wenn mir Freunde von anderen Unis erzählen, dass sie allenfalls bei „HiWis“ einen Termin bekommen. Und oftmals können die einem dann auch nicht weiterhelfen.“ Auch die „Jeder-kennt-jeden-Mentalität“ gefällt der Studentin: „Dadurch wird es einem leicht gemacht, sich ein Netzwerk aufzubauen. Das ist bei größeren Unis nicht selbstverständlich.“

Vielfalt erleben und leben

Sind die Ruhrpottler als Menschenschlag für ihre direkte Sprache und offene Art bekannt, muss man nach dem „typischen Clausthaler“ länger suchen. „Ich denke, die Stadt lebt durch ihre Durchmischung und ist einfach multikulturell“, findet die Studentin. Bunt scheint auch ihre Freizeit in Clausthal zu sein. Interessanterweise haben sich ihre Hobbys komplett geändert. Ausgleich zum Studium findet Annika Budde etwa beim Malen, Fotografieren und beim Sport. Darüber hinaus engagiert sie sich im Consulting Team e.V., der studentischen Unternehmensberatung, sowie im Rotaract Club Clausthal-Zellerfeld, der Jugendorganisation der internationalen Rotary-Bewegung. Diese organisierte zum Beispiel den Event „Profs@turntables“, ein Partyhighlight unter Studierenden, bei dem Professoren und Dozenten ihre Qualitäten als DJ unter Beweis stellen. Auch die Aktion "Glück in Dosen", eine Pfandsammelaktion auf dem Musikfestival Rockharz, wurde vom Rotaract Club Clausthal-Zellerfeld ins Leben gerufen. Wer jetzt glaubt, das sind alle Aktivitäten von Annika Budde, der irrt. Zusätzlich unterstützt sie als studentische Hilfskraft die Pressestelle der TU. „Ich brauche diese Abwechslung“, erzählt sie und ergänzt: „Es ist für mich total spannend immer wieder mit anderen Leuten zusammen zu sein, mit denen man dann aber kontextgebunden das gleiche Ziel verfolgt.“

Auch den Master in Clausthal

Inzwischen hat Annika Budde ihr Masterstudium begonnen. Dazu ist sie vom Wirtschaftsingenieurwesen in den Studiengang „Umweltverfahrenstechnik und Recycling“ gewechselt. „Dieser Bereich wird in meinen Augen immer wichtiger. Ich könnte mir gut vorstellen, irgendwann in der Recyclingbranche zu arbeiten“, sagt sie. Der Wechsel zwischen den beiden Studiengängen war in Clausthal kein großes Problem. Viel unternimmt die Universität auch, um ihren Studierenden Auslandserfahrungen zu ermöglichen. Es gibt ein umfangreiches Portfolio an Kooperationen mit Universitäten in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Ein Semester in Norwegen hat Annika bereits absolviert. Unabhängig von Abschlussarbeiten oder Credit-Points wünscht sie sich auch künftig viel von der Welt zu sehen. Am liebsten möchte sie nach Kanada reisen oder ein familiäres Hilfsprojekt in Afrika unterstützen – Ideen für ein ebenso abwechslungsreiches „Leben nach dem Studium“ gibt es also genug.

(Stand 2019)

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