Annika B.

23 Jahre

Mülheim an der Ruhr

Wirtschafts-

ingenieurwesen

10/2013

Organisationstalent

Auch wenn Annika Budde ihre Heimat liebt, kehrte sie nach dem Abitur dem Ruhrgebiet den Rücken und bewarb sich bewusst etwas weiter weg. Sie wollte ein neues „Revier“ erkunden und eine kleine Uni mit gutem Ruf finden. Clausthal war ihre erste Wahl und die Zusage kam nach wenigen Tagen. Sie interessierte sich schon immer für Naturwissenschaften, sodass sie sich für das Studium Wirtschaftsingenieurwesen entschied. Rückblickend gibt die 23-Jährige offen zu: „Es war schon eine Umstellung jetzt im Grünen und etwas ländlicher zu wohnen. Im Nachhinein finde ich es aber richtig gut. Man ist weniger abgelenkt und kann sich wirklich auf sein Studium konzentrieren“. Aber das ist nicht das Einzige, was Annika an ihrer Uni schätzt.

Sprechstundentermine bekommt man kurzfristig

„Sprechstundentermine bei seinem Dozenten bekommt man wirklich schnell“, berichtet sie. „Ich bin immer ganz überrascht, wenn mir Freunde von anderen Unis erzählen, dass sie allenfalls bei „HiWis“ einen Termin bekommen. Und oftmals können die einem dann auch nicht weiterhelfen.“ Auch die „Jeder-kennt-jeden-Mentalität“ gefällt der Studentin: „Dadurch wird es einem leicht gemacht, sich ein Netzwerk aufzubauen. Das ist bei größeren Unis nicht selbstverständlich.“

Vielfalt erleben und leben

Sind die Ruhrpottler als Menschenschlag für ihre direkte Sprache und offene Art bekannt, muss man nach dem „typischen Clausthaler“ länger suchen. „Ich denke, die Stadt lebt durch ihre Durchmischung und ist einfach multikulturell“, findet die Studentin. Bunt scheint auch ihre Freizeit in Clausthal zu sein. Interessanterweise haben sich ihre Hobbys komplett geändert. Ausgleich zum Studium findet Annika Budde etwa beim Malen, Fotografieren und beim Sport. Darüber hinaus engagiert sie sich im Consulting Team e.V., der studentischen Unternehmensberatung, sowie im Rotaract Club Clausthal-Zellerfeld, der Jugendorganisation der internationalen Rotary-Bewegung. Diese organisiert zum Beispiel den Event „Profs@turntables“, ein Partyhighlight unter Studierenden, bei dem Professoren und Dozenten ihre Qualitäten als DJ unter Beweis stellen. Auch die Aktion "Glück in Dosen", eine Pfandsammelaktion auf dem Musikfestival Rockharz, wurde vom Rotaract Club Clausthal-Zellerfeld ins Leben gerufen. Wer jetzt glaubt, das sind alle Aktivitäten von Annika Budde, der irrt. Zusätzlich unterstützt sie als studentische Hilfskraft die Pressestelle der TU. „Ich brauche diese Abwechslung“, erzählt sie und ergänzt: „Es ist für mich total spannend immer wieder mit anderen Leuten zusammen zu sein, mit denen man dann aber kontextgebunden das gleiche Ziel verfolgt.“

Wenn Master, dann in Clausthal

Ein großes privates Ziel ist es erstmal, den Bachelor abzuschließen. Ob Annika Budde auch den Master anhängt, weiß sie noch nicht genau. „Das ist immer ein bisschen stimmungsabhängig“, schmunzelt sie. Wenn sie sich aber dafür entscheidet, dann will sie den Studiengang wechseln. In Clausthal ist das kein großes Problem. Umweltverfahrenstechnik würde sie reizen, weil dieser Bereich in ihren Augen immer wichtiger wird. „Ich könnte mir gut vorstellen, irgendwann im Bereich Recycling zu arbeiten.“ Zuvor würde sie im Masterstudium noch mal ins Ausland gehen. Ein Semester in Norwegen hat sie bereits absolviert, schließlich bietet die TU Clausthal ein umfangreiches Portfolio an Kooperationen. „Das zu nutzen ist sinnvoll, denn man profitiert auch von den vielen Erfahrungsberichten anderer Studenten, um sich auf den Auslandsaufenthalt vorzubereiten.“ Unabhängig von Abschlussarbeiten oder Creditpoints wünscht sich Annika Budde aber mehr von der Welt zu sehen: Am liebsten möchte sie die Gletscher in der Antarktis fotografieren oder ein familiäres Hilfsprojekt in Afrika unterstützen – Ideen für ein ebenso abwechslungsreiches „Leben nach dem Studium“ gibt es also genügend...

Zurück