Christian K.

25 Jahre

Hamburg

Wirtschafts-

ingenieurwesen

04/2013

Weltenbummler

Als Fotograf war er schon in Bolivien, Kapstadt, der Schweiz oder Istanbul – manchmal kommt er auf 144 Tage im Jahr, die er „beruflich“ unterwegs ist. Eigentlich studiert Christian Kreutzmann aber an der TU Clausthal Wirtschaftsingenieurwesen. „Es ist genau diese Mischung, die ich so liebe“, erzählt der 25-Jährige. Die Aufregung, das Adrenalin und die Abwechslung bei den Shootings – im Gegensatz dazu die erholsame Ruhe in Clausthal, die ihm eine Atempause verschafft, ihm Bodenhaftung zurückgibt und Konzentration auf das Studium ermöglicht. Es hätte auch London werden können oder die renommierte EBS Business School in Reit im Winkl, aber an der TU gefiel ihm sofort die familiäre Atmosphäre, die gute Betreuung sowie die räumliche Nähe aller Studieneinrichtungen.

Mit kurzen Wegen schnell zum Ziel

Stundenlanges Pendeln? Fehlanzeige. „In ein paar Schritten bin ich schon am Institut“, berichtet er freudig, „und 600 Euro Miete wie in Hamburg muss ich hier auch nicht zahlen.“ Für einen 260 Euro günstigen Wohnheimplatz, warm, inklusive allem, verließ Christian sein geliebtes Hamburg – dort Heimatluft, mit Freunden Partys gefeiert und erste Schritte als Maschinenbau-Student gewagt. Angekommen in der Stadt im Harz bemerkte er schnell den Zusammenhalt unter den Studierenden. Man kennt und hilft sich, auch wenn es ums Lernen geht, denn leicht ist es an der Uni nicht.
„Notendurchschnitte mit einer Eins vor dem Komma gibt es eigentlich kaum“, so Christian, „aber ich finde es gut, gefordert zu werden und zu lernen, mit schwierigeren Situationen umzugehen.“ Er mag nicht dieses Kuschelstudium, bei dem die Ausbildung nicht fundiert ist oder Einser-Noten, ohne wirklich erbrachte Leistung, als Geschenk verteilt werden.

Sehr gute Jobaussichten 

Ein Abschluss an der anspruchsvollen TU Clausthal kommt einer Jobgarantie gleich. Also durchboxen, dranbleiben. „Das braucht man später auch im Beruf“, ist sich Christian sicher. Später, das dauert noch ein wenig, denn er hat gerade seine Bachelorarbeit in Kooperation mit einem Hamburger Unternehmen geschrieben. Dann möchte er seinen Master machen. In Clausthal. „Ich habe kurz überlegt wegzugehen – Berlin oder Zürich waren Optionen – aber wozu?“ Der gebürtige Hamburger kommt genug rum durch seine Jobs als Fotograf und sieht Clausthal als eine Art Homebase. Dort ist er fokussiert, kann in Ruhe Pläne schmieden und sich überlegen, was ihn nach seinem Studium antreibt.

Mit Präzision zum Traumjob

In jedem Fall muss es etwas Sinnvolles sein, womit er sein Geld verdienen möchte. Das Fotografieren wird auf längere Sicht für Christian Kreutzmann weiterhin nur ein Hobby bleiben, welches für ihn der beste Ausgleich zum Studium ist. Sicher sind es zwei verschiedene Welten, aber eins haben sie beide gemein: „Man braucht Vorbereitung und Präzision.“

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